2022

25.03.2022, 19:00 Uhr

Depot – Kunst und Diskussion
Breite Gasse 3
1070 Wien
Österreich

Online-Veranstaltung

Die Publikation Topographie des Widerstands in der Steiermark 1938–1945 berichtet von einer Ausstellung, die von Architekturstudierenden der TU Graz gestaltet wurde und 2020 in vier Städten der Steiermark zu sehen war. Hierfür wurden konkrete Erkenntnisse von Historiker*innen zum Widerstand in der Steiermark mit den Methoden der forensischen Architektur nachvollzogen und erweitert. Das Podiumsgespräch beleuchtet, wie sich historische, zum Teil brisante Inhalte gestalterisch – Grafik, Ausstellungsarchitektur, Buchproduktion – zusammenführen lassen (Research-Design-Build-Methode).

Ema Drnda, Architekturstudentin, Graz
Daniel Gethmann, Kulturwissenschafter, Graz
Heimo Halbrainer, Zeithistoriker, Graz
Waltraud P. Indrist, Architektin, Wien/Graz
Armin Zepic, Architekturstudent, Graz


 

Die Bodenfrage

Ausstellung

25.03.2022 – 28.04.2022

Foyer Reiffmuseum
Fakultät für Architektur
RWTH Aachen
Schinkelstr. 1, Templergraben 51
52062 Aachen

Wir leben auf und mit dem Boden. Er ernährt uns und kühlt die Atmosphäre. Wir brauchen ihn zum Wohnen, nutzen ihn in der Freizeit und für die Arbeit – ohne freien Zugang zum Boden ist unser Wirtschaftsmodell nicht denkbar. Seit der Weltfinanzmarktkrise ändert sich dies merklich. Da sich konservative Geldanlagen nicht mehr rentieren, haben sich unsere Böden zu begehrten, international nachgefragten Anlageobjekten entwickelt. Steigende Mieten sind ein Symptom dafür, aber im Kern stehen unsere Soziale Marktwirtschaft und unser Gemeinwesen auf dem Spiel. In der Ausstellung werden 30 Aspekte der Bodenfrage in den Teilbereichen Klima, Ökonomie und Gemeinwohl beleuchtet. Es werden Querbezüge hergestellt und Lösungsansätze für eine der dringlichsten Fragen unserer Zeit aufgezeigt.

Kurator der Ausstellung: Stefan Rettich
Co-Kurator*innen: Anna Kraus, Thomas Rustemeyer, Sabine Tastel

Grafik / Szenografie: Anna Kraus, Thomas Rustemeyer
Redaktion: Christian Holl, Stefan Rettich, Sabine Tastel


Programm zur Ausstellung

Dienstag 29. März 2022 18:00–20:00 Uhr:
Alle Jahre Bodenfrage!
mit Stephan Rettich, Stephan Reiß-Schmidt, Sibylle Wälty, moderiert von Frauke Burgdorff
Ort: Foyer Reiff + Livestream

Dienstag 5. April 2022 18:00–20:00 Uhr:
Was können ArchitektInnen leisten?
mit Florian Hertweck, Daniela Brahm, Scott Lloyd, moderiert von André Bideau
Ort: Foyer Reiff + Livestream

Da nur 40 Personen zugelassen werden können, wird um Anmeldung per E-Mail gebeten: bodenfrage@bauplan.arch.rwth-aachen.de

Mehr Informationen: www.rwth-aachen.de


 
24.03.2022, 18:30 Uhr

ANCB
Christinenstr. 18–19
10119 Berlin

In der ANCB Lab Talk-Reihe in Zusammenarbeit mit caspar. dient Caspar Schmitz-Morkramers Buch Retail in Transition (2021, JOVIS Verlag) als Ausgangspunkt für vier Gespräche mit Vertreter:innen aus verschiedenen Sparten mit unterschiedlichen Perspektiven auf ein Problem, das nur dann lösbar ist, wenn so viele Ansätze wie möglich sichtbar und kompatibel gemacht werden.

Leere und verlassene Büro- und Einzelhandelsflächen stellen das veraltete Modell von mono-funktionalen Straßenbildern, Fußgängerzonen und 'entwohnten' Innenstädten in Frage. Die Auswirkungen der digitalen Transformation des Einzelhandels sowie der Arbeits- und Erlebnisgesellschaft auf die Innenstädte wurden durch Corona noch verstärkt. Die Frage nach Methoden zur (Wieder-)Belebung der Stadtzentren oder der Verhinderung ihrer Verödung ist vielschichtig. Die Verkehrswende oder der unaufschiebbare Zwang zu konsequent nachhaltigem Bauen sind beispielsweise mindestens so relevant wie die Digitalisierung. Es handelt sich nicht nur um eine Frage von Architektur und Städtebau, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wichtige Ansätze zur Problemlösung liegen beispielsweise in der Transformation und Mischnutzung von Gebäuden in der Innenstadt sowie in der Kreation von mehr öffentlichen (Begegnungs-)Räumen. Wohnen, Arbeiten, Infrastruktur, Handel, Kultur und Freizeit müssen neu zu einer zukunftsfähigen – also nachhaltigen – Symbiose zusammenfinden.



#3 Partizipation, Kreativität und Improvisation als urbane Zukunftsmotoren

Urbane Interventionen wie Flashmobs, Guerillagärten, Pop-Up-Clubs etc. feiern Spontanität, Kreativität und Improvisation. Sie stehen neben oder gegen Planbarkeitsdogmen, die sich oft genug als bürgerfern erweisen. Aber Bürger:innen wollen und können mitmachen. Wie kann ein solcher Prozess aussehen? Worin bestehen die Möglichkeiten, Stadträume z.B. durch Kultur zu vitalisieren? Oder sich mit ihnen durch kollektive und partizipative Bottom-Up-Prozesse zu identifizieren und auseinanderzusetzen?

Begrüßung
Miriam Mlecek, Programme Manager, ANCB The Aedes Metropolitan Laboratory, Berlin

Teilnehmende
Christopher Dell, Stadttheoretiker, Komponist, Musiker, Berlin
Dimitri Hegemann, Kulturmanager, Clubbetreiber, Berlin
Cornelia Zuschke, Stadtbaurätin, Düsseldorf

Moderatoren
Caspar Schmitz-Morkramer, Architekt, Geschäftsführer und Gründer von caspar., Autor von Retail in Transition, Köln, Hamburg
Alexander Gutzmer, Architekturjournalist und Kulturwissenschaftler, München

 

Anmeldung: www.eventbrite.de

Die kostenlose Präsenzveranstaltung findet auf Deutsch statt. Die Veranstaltung wird auf Video aufgezeichnet und im Nachgang auf der Webseite des ANCB veröffentlicht.
Hygienekonzept: 2G-Plus (Nachweis der Impfung oder Genesung mit tagesaktuellem negativen Testergebnis bzw. Nachweis der Booster-Impfung). Während der Veranstaltung muss eine FFP2-Maske getragen werden.


Mehr Informationen und weitere Veranstaltungen der Reihe: www.anbc.de

 

Mobility Design

Diskussionsrunde

22.03.2022, 19:00 Uhr

DAM OSTEND Henschelstr. 18 60314 Frankfurt am Main

&

Online-Veranstaltung

Beim Thema „Mobilitätswende“ bleibt der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vage. In einem Punkt ist sich die Politik allerdings einig: Mobilität muss klimafreundlicher werden. Um den Transformationsanspruch zu erfüllen, der dieser Forderung zugrunde liegt, gilt es jedoch die bestehenden Mobilitätsstrukturen neu zu denken. Welche städtebaulichen Konzepte müssen für mehr Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor verfolgt werden? Wie lassen sich unterschiedliche Verkehrssysteme durch ihre Verzahnung nachhaltig gestalten? Und wie können die erforderlichen Transformationen in Gesellschaft und Mobilitätskultur vonstattengehen?

Teilnehmende:
Prof. Dr. Kai Vöckler, Professor für Urban Design, Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach
Anne Klein-Hitpaß, Leiterin des Forschungsbereichs Mobilität, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Prof. Dr. Meike Jipp, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Moderation:
Prof. Dr. Volker Blees, Professor für Verkehrswesen, Hochschule RheinMain

Zur Anmeldung


DIALOG IM MUSEUM ist ein Kooperationsprojekt des DAM und der Hochschule RheinMain, das sich mit den Auswirkungen von smarten Technologien auf unser Leben beschäftigt. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) können mit der Teilnahme zwei Fortbildungspunkte erwerben.

 

Celebrating Public Architecture

Ausstellung & Buchvorstellung

08.03.2022, 19:00 – 20:00 Uhr

De Singel
Desguinlei 25
2018 Antwerpen
Belgien

Mehr Informationen und Tickets

In addition to the exhibitions Coming of Age and Open Call two books were published about architectural competitions and the open call procedure in Flanders and Brussels. On 8 March, Saskia van Stein (director of the International Architecture Biennale Rotterdam) will discuss both books with the editors and publishers. Before the talk you can join a guided visit to the double exhibition. Make sure to register, places are limited.

On 27 November 2021, the Flanders Architecture Institute opened a double exhibition under the title 40 years of competition. The travelling exhibition Open Call. 20 Years of Public Architecture can be seen until April 17 in an expanded version at De Singel in Antwerp. It accompanies the Coming of Age exhibition, which highlights ten iconic architecture competitions from the period 1980-2000.

Accompanying the exhibitions two publications were published. In Celebrating Public Architecture, the Berlin architecture critic Florian Heilmeyer, under the auspices of the publishing house JOVIS and in close collaboration with the Flemish Government Architect, brings a selection of public projects to the attention of an international audience. These projects are the result of the Open Call procedure of the Flemish Government Architect. In addition, Maarten Liefooghe and Maarten Van Den Driessche, the curators of the Open Call exhibition, assembled a collection of essays in More Than a Competition. In this book a number of architectural historians and critics take a close look at the Open Call procedure for designers, focusing on its history and challenges for the future.

As co-publishers of both publications, the Team Vlaams Bouwmeester and the Flanders Architecture Institute invite Saskia van Stein, the director of the International Architecture Biennale Rotterdam, to read the books. On Tuesday 8 March she will discuss them with Doris Kleilein (JOVIS Verlag Berlin), Anne Malliet and Erik Wieërs (Team Vlaams Bouwmeester), Sofie De Caigny (Flanders Architecture Institute), Maarten Liefooghe and Maarten Van Den Driessche (UGent). The debate will be preceded by a guided tour of the double exhibition. Admission is free.

Programme book presentation

19:00h Guided tour in double exhibition 40 years of competition

20:00h Saskia Van Stein in in conversation with Doris Kleilein, Sofie De Caigny, Anne Malliet, Maarten Liefooghe, Maarten Van Den Driessche and Erik Wieërs.

Language: English


 
08.03.2022 – 08.04.2022

Zentrum Baukultur im Brückenturm
Rheinstraße 55
55116 Mainz

Der Begriff Kreislaufwirtschaft ist in aller Munde. Die ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden und die Wiederverwendung des Bestandes sind im Bauwesen Herausforderung und Chance zugleich. Energieeinsparung, Co2-Budget, Baustoffknappheit, Schadstoffreduktion, Deponiekosten, Transportaufwand, Lokalkolorit, Wertschätzung für den Bestand – viele Gründe sprechen für einen Wandel unserer Baukultur hin zum achtsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.
Die Ausstellung Upcycling :: ReUse beleuchtet den Trend der Wiederverwendung und Aufwertung bestehender Gebäude, gebrauchter Gegenstände, Bauteile, Materialien und Flächen im Kontext der Berufsfelder Innenarchitektur, Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung. Die Beispielprojekte zeigen eine breite Übersicht über verschiedene Zugänge zum Thema. Wahrnehmung, Analyse und Einsatz vorhandener Ressourcen stehen dabei ebenso im Fokus wie der sortenreine, demontierbare und somit kreislauffähige Zugriff auf neue Materialien. So sollen Aufmerksamkeit und Bewußtsein geschaffen werden für das Vorhandene und Gebrauchte – und für unseren Umgang damit. Upcycling :: ReUse möchte als Beitrag zu einer neuen Kultur kreislauffähigen Denkens, Handelns und Bauens verstanden werden.

Eröffnung: Dienstag, 8. März 2022 um 18.30 Uhr

Finissage: Donnerstag, 7. April 2022 um 18.30 Uhr


Mehr Informationen und Rahmenprogramm: www.zentrumbaukultur.de


© Kristina Schäfer

 
16.02.2022, 13:00 Uhr

Sprache ist ständig im Wandel begriffen, wird sie doch geformt vom Menschen, der interagiert, seine Gewohnheiten und Handlungsweisen im Laufe der Zeit verändert. Dies allein ist keine außergewöhnliche Feststellung. Inwiefern aber beeinflusst Sprache den Menschen und die Welt, in der er lebt? Spielt es eine Rolle, mit welchen Worten wir die Welt beschreiben? Ist es möglich, durch die Gestaltung der Sprache auch die Welt zu gestalten? Würde die Welt anders aussehen, wenn wir andere Worte für sie gewählt hätten?
Im Zentrum dieses Buches steht die Frage, wie der urbane Raum sich dadurch verändert, dass Menschen mit ihm interagieren, um gerechtere Lebensbedingungen zu schaffen. Wie könnte eine Stadt aussehen, die nicht von neoliberalistischen Ideen geprägt ist? Alternative Vorstellungen von Entwicklung, etwa geprägt von Gleichberechtigung und Inklusion, könnten eine ganz andere Stadt hervorbringen. Ausgehend von urbanen Praktiken aus Schweden, Südafrika, Indien und Brasilien werden vier Dynamiken des Wandels untersucht: Konflikte, Commons, Netzwerke und Hybridität. In diesem Rahmen eröffnen sich radikal neue Konzepte und Vorstellungen – eine Sprache der werdenden Stadt.


 
23.01.2022 – 01.05.2022

Kunstwerk Sammlung Klein
Siemensstraße 40
71735 Eberdingen-Nussdorf

Das KUNSTWERK Sammlung Klein in Eberdingen-Nussdorf zeigt ab 23. Januar 2022 in der Ausstellung Vertauschte Köpfe zentrale Werkgruppen sowie aktuelle Arbeiten von Andreas und Konrad Mühe. Die beiden in Berlin lebenden Brüder realisieren dabei erstmals ein gemeinsames Projekt, das nach dem Verbindenden im offensichtlich Unterschiedlichen fragt.

Andreas Mühe (*1979 in Karl-Marx-Stadt) ist Fotokünstler. Die präzise und inhaltlich pointierte Inszenierung seiner Motive charakterisiert sein Werk. Die Darstellung seiner figurativen Protagonisten erhält eine geradezu skulpturale Qualität. Mit sensibler Lichtregie aus dem oft dunklen Bildraum hervorgehoben, scheinen sie jeder Zeitlichkeit enthoben, obwohl sie zugleich in aller Deutlichkeit die historischen und politischen Konnotationen ihrer eigenen Gegenwart repräsentieren.

Konrad Mühe, drei Jahre nach seinem Bruder ebenfalls in Karl-Marx-Stadt geboren, ist Filmemacher und bildender Künstler. In seinen Videoinstallationen bilden Beamer-Projektion, Filminhalte und räumliche Displays eine konzeptionelle Einheit. Seit 2017 entstehen sogenannte „Projektionswesen“ aus bearbeiteten Metallregalen. In ihrer Gestalt und im Zusammenspiel mit Beamern als Köpfen entwickeln sie menschliche Ausdrucksqualitäten, die wiederum mit den Filminhalten korrespondierend wie gedankliche Innenwelten erscheinen.

Die Reflexion der beiden Künstler über die mediale Repräsentation personaler wie kollektiver Identität verdichtet sich auf der biografischen Ebene, die sich als Spur durch die gesamte Ausstellung zieht. Als Söhne des 2007 verstorbenen Schauspielers Ulrich Mühe und der Theaterintendantin Annegret Hahn setzen Konrad Mühe in dem Film „Fragen an meinen Vater“ sowie Andreas Mühe in seinem Werkzyklus „Mischpoche“ Verfahren der Konstruktion und Rekonstruktion ein, die neue Bilder zwischen Wahrheit und Fiktion erzeugen.


Mehr Informationen: www.sammlung-klein.de

 
02.10.2021 – 09.01.2022

Kunsthalle Bielefeld
Artur-Ladebeck-Straße 5
33602 Bielefeld

«Das Denkmal führt uns vor Augen, dass wir von der Vergangenheit getrennt sind. Zugleich erinnert es uns daran, dass es unsere Aufgabe ist, eine Beziehung mit der Geschichte aufzunehmen.
Darum führt mich gerade das Bauen im Bestand auf die Suche nach einer Architektur, die die Geschichte fortsetzt. Jenseits von Rekonstruktion und Reparatur. Diese Suche nach dem Neuen, das ohne das Alte nicht möglich und denkbar wäre, nenne ich Weiterbauen.»
Max Dudler

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert gemeinsam mit dem Forum Baukultur OWL eine Ausstellung mit Modellen und Fotografien ausgewählter Projekte des Architekten Max Dudler.
Max Dudler beschäftigt sich in seinem Werk immer wieder intensiv mit dem Thema Weiterbauen von Kulturdenkmälern. Zwei seiner preisgekrönten Bauten stehen seit 2014 in Bielefeld, als ungleiche Zwillinge sind sie Teil eines architektonischen Projekts.
Das Besucherzentrum für die Sparrenburg und der Informationspunkt für die Parklandschaft Johannisberg setzen das Kulturdenkmal mit dem Landschaftsdenkmal in Beziehung.
Max Dudlers Architektur ist keine Rekonstruktion eines bestimmten Zustands, sondern fügt sich als zeitgenössische Schicht in die wechselvolle Geschichte des Ortes ein. Dabei überträgt die Architektur den Ausdruck der vorhandenen Substanz in eine zeitgenössische Sprache.


Mehr Informationen: www.kunsthalle-bielefeld.de