2022

15.12.2022 – 15.04.2023

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
Wegelystraße 8
10623 Berlin

Konversionen des Atomzeitalters

Was geschieht nach dem Ausstieg aus der Atomenergienutzung mit den Atomkraftwerken? Sie sind mittlerweile Teil der Landschaft geworden – gibt es neue Verwendungen für sie? Was wäre denkbar? Muss die grüne Wiese das Ziel sein?
Mit dieser Frage haben sich Studierende der Universität Kassel befasst und die Ausstellung „Nach der Kernkraft – Konversionen des Atomzeitalters“ gestaltet. Ihre Ideen sind phantasievoll, visionär, mutig und sie werden vom 15. Dezember 2022 bis zum 15. April 2023 in der Berliner Liegenschaft des BASE zu sehen sein.


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Mobility Design

Buchvorstellung & Diskussion

08.12.2022, 19:00 Uhr

Architektur Galerie Berlin
Karl-Marx-Allee 96
10243 Berlin

Buchvorstellung mit Peter Eckart, Andrea Krajewski, Kai Vöckler – Mobility Design

Klimawandel und Ressourcenverknappung, aber auch der stetig steigende Verkehrsaufwand machen es unabdingbar, neue Lösungen für eine umweltschonende und menschenfreundliche Mobilität zu entwickeln. Entscheidend ist dabei die Qualität der Bewegung: eine neue, vernetzte und verkehrsträgerübergreifende Mobilität. Dies ist auch für die gestaltenden Disziplinen, für Architektur und Design, eine besondere Herausforderung: Gestaltungsentscheidungen vermitteln zwischen Mensch und Mobilitätssystem und beeinflussen so Nutzungserfahrungen. Wie kann die Interaktion von Menschen mit der Verkehrsinfrastruktur, mit Transportmitteln, Bauwerken, Objekten und Informationen gestaltet werden, um ein positives Mobilitätserlebnis zu ermöglichen?
Drei neue Publikationen zeigen auf unterschiedliche Weise, wie diese neue Mobilität gestaltet werden kann: Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten stellt in Band 1 über 60 wegweisende Projekte aus den Bereichen Design, Architektur und Städtebau vor. Band 2 versammelt Forschungen aus den Bereichen Design, Architektur/Stadtplanung, Sozialwissenschaften, Verkehrsplanung, Psychologie und Kommunikationstechnologie. Der digitale Mobility Design Guide schließlich ist Demonstration und Erkundungsmöglichkeit einer Methode menschbezogenen Mobilitätsdesigns.

Alle drei Publikationen sind im hochschulübergreifenden Forschungsverbund „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“ (2018-2022) entstanden, in dem Forscher*innen aus den Bereichen Design, Verkehrsplanung, sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung, Stadtplanung und Multimedia Technologie gemeinsam die Anforderungen an die Gestaltung einer neuen, vernetzten und multimodalen Mobilität untersucht haben.

 

Begrüßung:
Ulrich Müller (Architektur Galerie Berlin)

Präsentation:
Peter Eckart (Hochschule für Gestaltung Offenbach)
Kai Vöckler (Hochschule für Gestaltung Offenbach)
Andrea Krajewski (Hochschule Darmstadt)

Anschließend Gespräch mit den Herausgeber*innen und Gästen


www.architekturgalerieberlin.de

 
02.12.2022 – 05.03.2023

Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg

In zehn Strategien stellen Architektinnen und Architekten, Urbanistinnen und Urbanisten ihre Sorge um den Bestand vor: ein Sorgetragen für den Gebäudebestand, für gewachsene soziale Strukturen und für den Fortbestand der Erde. Sie plädieren für ein Weiterdenken und achtsames Reparieren von Lebensräumen und Wohnkulturen. Sie zeigen, wie sich neue Perspektiven im urbanen und regionalen Kontext durch vernetzte Ansätze, durch gemeinwohlorientierte Kooperationen und durch Beteiligungskonzepte ergeben. Für den künftigen Bestand, also die heute errichteten Gebäude, werden Strategien für den zirkulären Materialeinsatz und eine Offenheit für kommende Anforderungen entwickelt.
Die zehn Strategien werden durch zehn Projektbeispiele begleitet, die Arbeitsweise, Haltung und Expertise der beteiligten Architektinnen und Architekten widerspiegeln.


Aktuelle Station:

HAMBURG

Mehr Informationen und Rahmenprogramm in Hamburg
www.bda-hamburg.de
www.mkg-hamburg.de


Die Ausstellung des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA wurde von Olaf Bahner, Matthias Böttger und Laura Holzberg kuratiert. Ausstellungsgestaltung: Marius Busch – ON / OFF und Christian Göthner – lfm2.

Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des BMI / BBSR und wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat finanziell gefördert.

 
01.12.2022, 18:00 – 22:00 Uhr

feldfünf
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 7-8
10969 Berlin

Frauen in der Architektur sicht- und hörbar zu machen, ihnen eine Bühne zu geben, ihre Leistungen zu zeigen – das war das Anliegen des Women in Architecture Berlin Festivals 2021. Institutionen, Verbände und Initiativen im Bereich der Baukultur waren aufgefordert teilzunehmen. 70 Jahre nach dem Tod von Emilie Winkelmann, der ersten erfolgreichen deutschen Architektin, sollte Bilanz gezogen werden: Wer sind die starken Frauen von heute? Werden sie wahrgenommen? Wie steht es um die Gleichstellung in der Baukultur und den Umbau des Berufsbildes? Die Publikation zeigt auf, was Institutionen aus Politik, Lehre und Wirtschaft, was Chef*innen und Mitarbeiter*innen, Hochschulleiter*innen und Professor*innen tun können oder schon getan haben, damit es vorangeht auf der Baustelle Gleichstellung.


Anmeldung über Eventbrite

 

Gelebte Utopie

Buchvorstellung

24.11.2022, 19:00 Uhr

Haus der Architektur
Mariahilferstraße 2
8020 Graz Österreich

Buchpräsentation mit den Herausgeber*innen Eugen Gross und Andrea Jany

In einer Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs plante die Werkgruppe Graz im Jahre 1965 die Terrassenhaussiedlung in Graz-St. Peter, die zwischen 1972 und 1978 gebaut wurde. Die Planer – Mitglieder der avantgardistischen Künstlervereinigung Forum Stadtpark – wandten sich gegen das verfestigte System des Wohnbaus, das von monotoner Gestaltung und Zersiedelung durch Einfamilienhäuser geprägt war. Sie vertraten den utopischen Anspruch einer Beteiligung der Bewohner*innen am Planungsprozess, der seine bauliche Entsprechung in einer strukturalistischen Grundstruktur mit anpassbaren Wohneinheiten findet. Internationale Anerkennung erlangte die Siedlung, die sich in vier terrassierten Blöcken aus Sichtbeton am Grazer Stadtrand erhebt, durch ihre brutalistische und skulpturale Erscheinung.
Gelebte Utopie liefert erstmals eine Sammlung von architekturhistorischen und -kritischen Texten über die Siedlung, gibt Einblicke in die Lebenswelten der Bewohner*innen und ist angereichert mit künstlerischen Projekten.


Weitere Informationen


 

Die Bodenfrage

Ausstellung

17.11.2022 – 14.01.2023

ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen
im Kulturpalast Dresden
Schloßstraße 2
01067 Dresden

Wir leben auf und mit dem Boden. Er ernährt uns und kühlt die Atmosphäre. Wir brauchen ihn zum Wohnen, nutzen ihn in der Freizeit und für die Arbeit – ohne freien Zugang zum Boden ist unser Wirtschaftsmodell nicht denkbar. Seit der Weltfinanzmarktkrise ändert sich dies merklich. Da sich konservative Geldanlagen nicht mehr rentieren, haben sich unsere Böden zu begehrten, international nachgefragten Anlageobjekten entwickelt. Steigende Mieten sind ein Symptom dafür, aber im Kern stehen unsere Soziale Marktwirtschaft und unser Gemeinwesen auf dem Spiel. In der Ausstellung werden 30 Aspekte der Bodenfrage in den Teilbereichen Klima, Ökonomie und Gemeinwohl beleuchtet. Es werden Querbezüge hergestellt und Lösungsansätze für eine der dringlichsten Fragen unserer Zeit aufgezeigt.

Kurator der Ausstellung: Stefan Rettich
Co-Kurator*innen: Anna Kraus, Thomas Rustemeyer, Sabine Tastel

Grafik / Szenografie: Anna Kraus, Thomas Rustemeyer
Redaktion: Christian Holl, Stefan Rettich, Sabine Tastel


Begleitprogramm

17.11.2022, 19:00 Uhr
Vernissage mit der Kuratorin Sabine Tastel, Universität Kassel, Fachgebiet Städtebau

22.11.2022, 18:00 Uhr
Vortrag „From efficient to sufficient cities: design steps for an urgent transition“ von Dr. Arch. Alejandro de Castro Mazarro in Englisch mit anschließender Diskussion

23.11.2022, 20:00 Uhr
Architektur im Film: „Casas para todos – Häuser für alle“

01.12.2022, 18:00 Uhr
Vortrag „Flächensparen durch Revitalisierung oder Mittelstadtlust statt Großstadtfrust: Das Experiment Stadt der Zukunft auf Probe in Görlitz“von
Prof. Dr.-Ing. Robert Knippschild

07.12.2022, 19:00 Uhr
Architektur im Film: „Architektur des Zusammenlebens“ – Reportagereihe in Anwesenheit der Filmemacher

13.12.2022, 19:00 Uhr
Vortrag „Gemeinwohlorientierte Bodenpolitik – Kernelement nachhaltiger Stadtentwicklung“ von Prof. Martin zur Nedden


Öffnungszeiten Ausstellung:
Dienstag – Samstag, 13.00 – 18.00 Uhr
(an Feiertagen geschlossen)

Eintritt frei

www.zfbk.de

 
17.11.2022 – 19.11.2022

Kongress am Park Augsburg
Gögginger Straße 10
86159 Augsburg

„1972/2022 MONUMENTS FOR FUTURE IN PRACTICE“ – #Reallabor (Nachkriegs-)Moderne – Zum Umgang mit jungen Denkmalen der Moderne

Das gebaute Erbe der Moderne 1945+ steht angesichts des Klimawandels und hoher gesellschaftlicher Erwartungen seit Jahren auf dem Prüfstand. Der umfangreiche Bestand wurde mit großen Zukunftshoffnungen in nur kurzer Zeit errichtet – und nicht selten unter Einsatz wenig erprobter Fertigungstechniken der Bauindustrie. Bei allen Bemühungen um die Erforschung von Raumkonzepten und gesellschaftlichen Utopien der 1950er bis 1970er Jahre: Der praxisorientierten Bauforschung fehlen verbindliche Strategien zur Erfassung und Bewertung von Konstruktionen, Materialien und Bauweisen für die große Zahl an Bauten aller Baugattungen, vom solitären Kirchenbau über Wohnsiedlungen und Grünanlagen bis hin zu den voluminösen Großbauten für Kultur, Sport und Bildung sowie den Ingenieursbauwerken der urbanen und peripheren Infrastruktur.

Um diesen Bestand als Ressource für die Zukunft zu erhalten, sind neue Werkzeuge der Erfassung und Bewertung unter Berücksichtigung bautechnischer, konstruktiver, ökologischer und ökonomischer Faktoren erforderlich. Das Symposium – dem im Frühjahr 2022 ein internationaler Call for Papers vorausgegangen war – zeigt auf Grundlage laufender Projekte aus dem DFG-Netzwerk Bauforschung Jüngere Baubestände 1945+ mögliche Perspektiven für den Umgang mit dem jüngeren Bauerbe auf.


Idee, Konzeption und Ansprechpartner:
PD Dr. Olaf Gisbertz M.A.
Sprecher DFG-Netzwerk Bauforschung für Jüngere Baubestände 1945+

www.nbjb1945.de

 

RFKLX

Buchvorstellung & Diskussion

16.11.2022, 18:30 Uhr

Buchhandlung L. Werner
Theresienstraße 66
80333 München

„Schon während der ersten Redaktionssitzungen wurde uns klar, dass wir unsere Herangehensweise an Architektur nicht in einer einfachen Werkschau und mit einer Aneinanderreihung von Fotos vermitteln wollen. Uns hat immer auch der – gelegentlich durchaus kritische – Blick von außen auf unsere Bauten interessiert.“ Thomas Knerer und Eva Lang
Seit der Gründung des Büros Knerer und Lang im Jahr 1993 hat sich die Wahrnehmung von Architektur verändert. Der Stellenwert von Entwurf und Funktionalität gerät zugunsten scheinbarer Kostenreduzierung immer mehr in den Hintergrund. RFKLX thematisiert die beiden Aspekte Rezeption und Relevanz in einer diskursiven Momentaufnahme. Kritische Stimmen finden dabei ebenso Raum wie die Auseinandersetzung mit der realen Arbeitswelt von Architekt*innen, die sich immer neuen Herausforderungen stellen müssen.

Buchvorstellung und Diskussion mit:

Prof. Jörn Walter
ehemaliger Oberbaudirektor von Hamburg und ehemaliger Leiter des Stadtplanungsamtes in Dresden

David Kasparek
Journalist und Architekturvermittler

Eva Maria Lang
KNERER UND LANG

Moderation:
Nadin Heinich
plan A


Weitere Informationen: www.buchhandlung-werner.de

 
16.11.2022, 17:00 Uhr

Bauhaus.Atelier
Geschwister-Scholl-Straße 8
99423 Weimar

Anlässlich der Neuerscheinung laden die Herausgeberinnen Verena von Beckerath und Barbara Schönig zur Buchpräsentation und einem Gespräch am 16.11.2022 um 17:00 Uhr ins Bauhaus.Atelier ein. Das Gespräch zwischen den Herausgeberinnen und den Gästen Ingrid Breckner, Stadt- und Raumsoziologin und Professorin i.R. Hafen City Universität Hamburg, und Kaye Geipel, Architekturkritiker, Stadtplaner und Kurator aus Berlin, wird moderiert von Daniela Zupan, Juniorprofessur Urban Heritage, Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar.


 
15.11.2022, 19:00 Uhr

Wilhelm Wagenfeld Haus
Am Wall 209
28195 Bremen

In einer amerikanischen Studie war unlängst zu lesen, Sexismus und Rassismus seien in der Architektur so weit verbreitet, dass es diesen Themen gegenüber eine brancheneigene Abneigung gäbe. Wie ist eine solche exkludierende Arbeitskultur entstanden? Obwohl seit kurz nach der Jahrtausendwende auch in Deutschland die Mehrheit der Absolvent*innen weiblich ist, machen es fachkulturelle Weichenstellungen Frauen schwer, in der Architektur zu bleiben. So gehen der Planung viele gut ausgebildete Talente verloren. In Schwarzer Rolli, Hornbrille werden aus intersektional-feministischer Perspektive die strukturellen Ursachen untersucht, die Frauen – und alle anderen Personen, die keine weißen cis Männer sind – aus der Branche verdrängen. Wie können Lehre, Fachdiskurs und Selbstverständnis diverser werden? Wo fehlen in der gebauten Umwelt die Erfahrungen einer pluralistischen Gesellschaft? Wie gelingt ein Wandel in der Planungskultur?


Um Anmeldung wird gebeten: info@bzb-bremen.de

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