Das gelobte Land der Moderne

Virtuelle Ausstellung

25.03.2020

Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war, ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelte Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der Universität Greifswald – rund 20.000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne.

GEMEINSCHAFT: links: Valentin Schwöbel: Wadi Rahabe, Nachtlager, wohl 1905 (Bild: Dalman-Sammlung Greifswald); rechts: Bernhard Schuler: Scharm el-Scheich, Lagerfeuer, Silvester 1976 (Bild: privat)GEMEINSCHAFT: links: Valentin Schwöbel: Wadi Rahabe, Nachtlager, wohl 1905 (Bild: Dalman-Sammlung Greifswald); rechts: Bernhard Schuler: Scharm el-Scheich, Lagerfeuer, Silvester 1976 (Bild: privat)

Dieser europaweit einmalige Bestand wird mit dem Projekt "Das gelobte Land der Moderne" von der Theologin und Kunsthistorikerin Karin Berkemann, Kustodin der Dalman-Sammlung, erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet – und verglichen mit den Aufnahmen deutscher Reisender ab 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Manche suchten hier mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Quer durch die Jahrzehnte fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.

ERINNERUNGSSTÜCKE: links: Foto Kempe (wohl): Getreide-Mahlgrade, wohl um 1933 (Bild: Dalman-Sammlung Greifswald); rechts: Martina Strehlen: Zahnpastatube, April 1986 (Bild: privat)ERINNERUNGSSTÜCKE: links: Foto Kempe (wohl): Getreide-Mahlgrade, wohl um 1933 (Bild: Dalman-Sammlung Greifswald); rechts: Martina Strehlen: Zahnpastatube, April 1986 (Bild: privat)

Einen ersten Blick auf das Projekt bietet die neue virtuelle Ausstellung, die das Dalman-Institut mit DDB Studio (Deutsche Digitale Bibliothek) umsetzen konnte.

Für Sommer 2020 ist die Herausgabe eines gleichnamigen Buchs im JOVIS Verlag sowie in der Folge eine analoge Ausstellung zum Thema geplant: im Max-Samuel-Haus Rostock sowie im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald.


 

Online-Ausstellung

Homepage des Gustaf-Dalman Institutes mit einem Interview zum Projekt

 

architektur + analyse 7: Experiment Wohnbau

Buchvorstellung und Diskussion

23.03.2020

Mitschnitt vom 21.11.2019

Der weltweite Urbanisierungstrend und der damit einhergehende Mangel an bezahlbarem, zufriedenstellendem Wohnraum betrifft alle Industriestaaten – neben Berlin, Freiburg, oder Jena trifft es im Nachbarland ebenso mit Wien oder Graz auch österreichische Städte. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lieferte dort der Wohnbau im Rahmen des sogenannten Modell Steiermark Lösungen zu dieser Herausforderung, indem experimentell mit innovativen Konzepten neue Maßstäbe für den Massenwohnungsbau gesetzt wurden.


Der Abend mit der Grazer Architektin und Wohnbauforscherin unternimmt den Versuch, den Wohnbau des Modell Steiermark zunächst geschichtlich in seiner politischen Voraussetzungen und in seiner Umsetzung aufzuarbeiten. Darüber hinaus erfährt dieser Wohnbau eine Beurteilung aus heutiger Sicht der Bewohner und Bewohnerinnen. Mittels einer empirischen Studie wurde der Grad der Wohnzufriedenheit erhoben. Hierfür wurden zu den partizipativ errichteten sozialen Wohnbauten benachbarte konventionell errichtete soziale Wohnbauten herangezogen und zeitgleich untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Grad der Wohnzufriedenheit in den partizipativen Wohnbauten im Vergleich zu den konventionellen Wohnbauten leicht erhöht ist. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich der beiden Wohnbautypologien zeigte sich in der sozialen Einbindung der Menschen in ihre Wohnumgebung. Die Ergebnisse der Studie anhand einer österreichischen Modellvergabe soll uns die Grundlage für ein stadtpolitisches Gespräch über die Vergabeverfahren der Stadt Berlin und partizipative Stadtentwicklung geben. So könnte die historische Aufarbeitung des Modells Steiermark beispielhaft zur Gestaltung und Ausformulierung zukünftiger städtischer Entwicklungen beitragen.


 

Hier geht es zum Mitschnitt der Veranstaltung vom 21.11.2019

https://www.helle-panke.de

 
13.03.2020 – 15.04.2020

La Galerie d'Architecture
11 rue des blancs manteaux
75004 Paris

Ausstellung in der Galerie d'Architecture Paris

Die Zukunft der europäischen Stadt ist ein zentrales Thema für Sergei Tchoban. Es ist offensichtlich, dass die Sprache der zeitgenössischen Architektur und die Größe ihrer urbanen Gesten im Kontrast zur Struktur der historischen oder traditionellen europäischen Stadt stehen. Ist es möglich, beide Positionen zu harmonisieren, zu regulieren? Gibt es eine Qualität in der Spontaneität oder sogar in dem Chaos, das oft entsteht?

Die Ausstellung „Une ville dessinée“ spiegelt das kontrastreiche Wechselspiel zwischen historischer und moderner Architektur wider, wie es in modernen Städten so stark ausgeprägt ist. Sie bringt visualisierte und konstruierte Ideen auf Papier zusammen, präsentiert eine Auswahl von Projekten und architektonischen Phantasien, die den Kontrast zwischen zeitgenössischer und historischer, ikonischer und Hintergrundarchitektur untersuchen und geht der Frage nach, welche Rolle neue Schichten bei der Schaffung der zeitgenössischen europäischen Stadt spielen.

„Urbane Schichten“ und „die kontrastierende Harmonie der Stadt" sind dabei die Hauptthemen der Ausstellung. Tchobans Werke zeigen Visionen der heutigen Architektur in unterschiedlichen Formen und Materialitäten. Die Auseinandersetzung mit diesen beiden Themen findet sich sowohl in seinen Zeichnungen als auch in seinen Architekturprojekten wieder. Je nach der Rolle, die ein Gebäude in der Stadt spielt, erhält es einen spezifischen Rahmen - unaufdringlich mit haptischen Details oder signifikant mit kontrastierenden Formen und Oberflächen.

Kuratorin:
Valeria Kashirina

Co-Kuratorin:
Esenija Bannan

Kuratorisches Team:
Lev Chestakov
Carsten Schneider
Maxim Schulz

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr

Vernissage am 17. März 2020 um 18.30 bis 21.00 Uhr
La Galerie d' Architecture
11, rue des blancs manteaux
75004 Paris 

Vortrag von Sergei Tchoban 26. März 2020, 19.00 Uhr
Pavillon de l'Arsenal 21
boulevard Morland
75004 Paris
Um Anmeldung unter mail@galerie-architecture.fr wird gebeten.


www.galerie-architecture.fr

 
17.02.2020, 18:00 Uhr

Hansabibliothek Berlin
Altonaer Straße 15
10557 Berlin

Der Bürgerverein Hansaviertel e.V. lädt ein:

Asmara und die Weiße Stadt

Fotopräsentation von und mit Stefan Boness, Fotojournalist


Mit der Kulturerbestätte „Asmara: Eine modernistische afrikanische Stadt“ wurde 2017 erstmalig eine Stätte in Eritrea UNESCO-Welterbe. Schon 2003 erklärte die UNESCO die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv mit ihren Bauhaus-Gebäuden zum Weltkulturerbe.

 
16.01.2020 – 15.03.2020

Museum Behnhaus Drägerhaus
Galerie des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne
Königstraße 9-11
23552 Lübeck

Anna Dräger-Mühlenpfordt – ausgewählte Werke

Carl Mühlenpfordt (1878–1944) hatte mit den Bauten für die „Heilanstalt Strecknitz“, für den Vorwerker Friedhof oder mit dem Katholischen Gesellenhaus in der Parade bereits seine Spuren in Lübeck hinterlassen, als er Ende des Ersten Weltkrieges am Braunschweiger Polytechnikum tätig wurde. Er reformierte die Architekturfakultät zu einer bekannten Ausbildungsstätte, die später durch das Netzwerk seiner Schüler als „Braunschweiger Schule“ für Furore sorgte. Heute ist der Architekt und Hochschullehrer weitgehend unbekannt, obwohl er mit Verve – abseits vom programmatischen Bauhaus, aber getragen von Kontinuitätsglauben und Reformwillen – eine „Neue Zeitkunst“ für Kaiserzeit und Weimarer Republik einforderte.
Die Ausstellung und das Begleitbuch „Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre“ bieten eine vielschichtige Kontextualisierung zur Einordnung von Leben und Werk des Architekten. 1909 heiratete Mühlenpfordt die Lübecker Malerin Anna Dräger (1887–1984). Sie folgte ihrem Mann nach Braunschweig, blieb ihrer Heimatstadt zeitlebens aber durch ihr künstlerisches Werk verbunden. Ausgewählte Arbeiten der Malerin Anna Dräger-Mühlenpfordt ergänzen die Ausstellung und zeigen motivische und inhaltliche Verbindungen des Architekten und der bildenden Künstlerin auf.

Die Vernissage findet am 16. Januar um 18 Uhr statt. Zur Eröffnung sprechen Prof. Olaf Gisbertz von der FH Dortmund und Dr. Alexander Bastek, Leiter des Museum Behnhaus Drägerhaus.

weiteres Begleitprogramm zur Ausstellung


www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

 

Kunst im Umbau

Buchvorstellung und Projektpräsentation

13.12.2019, 18:00 Uhr

Analog Shop
Potsdamer Straße 100
10785 Berlin

Kann Kunst in Debatten um urbane Wohnraumverknappung, Zuzug und Gentrifizierung einen neutralen Beitrag leisten? Und wenn ja, welchen? Ausgehend von diesen Fragestellungen hat sich die Projektreihe 'Kunst im UmBau' in Berliner Mehrparteienhäuser begeben, die von Mieterhöhungen, Sanierungsmaßnahmen und der Aufteilung in Eigentumswohnungen betroffen sind. Intention war, einen offenen Kommunikationsraum für kontroverse Haltungen und divergierende Sichtweisen herzustellen. Die künstlerischen Arbeiten positionieren sich in halböffentlichen, halbprivaten Bereichen wie Stiegenhäusern, Innenhöfen und Eingangshallen. Die Dokumentation in Buchform stellt die Werke von Alexander Wolff, 44flavours, Pierre-Etienne Morelle, Jelena Fuzinato, Rubén D'hers und StudioAchtviertel vor und reflektiert Prozesse und entstandene Diskussionen.

Projektvorstellung und Buchpräsentation: Siglinde Lang, Projektleitung und Kuratorin

Die beteiligten Künstler*innen sowie Kooperationspartner*innen sind anwesend.



Analog-Shop

 

architektur + analyse 7: Experiment Wohnbau

Buchvorstellung und Diskussion

21.11.2019, 19:00 – 21:00 Uhr

Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Bat-Yam-Platz 1
12353 Berlin

 

Der weltweite Urbanisierungstrend und der damit einhergehende Mangel an bezahlbarem, zufriedenstellendem Wohnraum betrifft alle Industriestaaten – neben Berlin, Freiburg, oder Jena trifft es im Nachbarland ebenso mit Wien oder Graz auch österreichische Städte.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lieferte dort der Wohnbau im Rahmen des sogenannten Modell Steiermark Lösungen zu dieser Herausforderung, indem experimentell mit innovativen Konzepten neue Maßstäbe für den Massenwohnungsbau gesetzt wurden. Der Abend mit der Grazer Architektin und Wohnbauforscherin unternimmt den Versuch, den Wohnbau des Modell Steiermark zunächst geschichtlich in seiner politischen Voraussetzungen und in seiner Umsetzung aufzuarbeiten. Darüber hinaus erfährt dieser Wohnbau eine Beurteilung aus heutiger Sicht der Bewohner und Bewohnerinnen. Mittels einer empirischen Studie wurde der Grad der Wohnzufriedenheit erhoben. Hierfür wurden zu den partizipativ errichteten sozialen Wohnbauten benachbarte konventionell errichtete soziale Wohnbauten herangezogen und zeitgleich untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Grad der Wohnzufriedenheit in den partizipativen Wohnbauten im Vergleich zu den konventionellen Wohnbauten leicht erhöht ist. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich der beiden Wohnbautypologien zeigte sich in der sozialen Einbindung der Menschen in ihre Wohnumgebung. Die Ergebnisse der Studie anhand einer österreichischen Modellvergabe soll uns die Grundlage für ein stadtpolitisches Gespräch über die Vergabeverfahren der Stadt Berlin und partizipative Stadtentwicklung geben. So könnte die historische Aufarbeitung des Modells Steiermark beispielhaft zur Gestaltung und Ausformulierung zukünftiger städtischer Entwicklungen beitragen.

Referentin: Dr. Andrea Jany (Graz) Moderation: Dr. Andrej Holm (HU Berlin)

Kosten: 2,00 Euro


https://www.helle-panke.de

 

Typisch Posener

Buchvorstellung und Gespräch

20.11.2019, 19:30 Uhr

Bücherbogen am Savignyplatz
Stadtbahnbogen 593
10623 Berlin

Julius Poseners wohl schönste Hinterlassenschaft ist seine Sprache. Schreibend hat er Häuser gerettet und so das Gesicht Berlins verändert – ohne selbst zu bauen. Katrin Voermanek begibt sich auf die Spuren des 1996 verstorbenen Architekturhistorikers, Kritikers und Aktivisten. Anhand von neun Häusergeschichten zeichnet sie nach, wie Posener in seinem Kampf für das bauliche Erbe vorging und wie er seine Kritik an Neubauten vorbrachte: mal impulsiv, mal strategisch, immer auf Basis umfassender Bildung, mit viel Humor und einer sanften Sprachgewalt, die bis heute ihresgleichen sucht. Die kurzen Erzählungen, die unter anderem von der Schaubühne, dem Künstlerhaus Bethanien, dem Kino Babylon sowie zwei Villen von Hermann Muthesius handeln, lassen das Berliner Baugeschehen der 1960er bis 1990er Jahre lebendig werden und belegen sowohl die Notwendigkeit als auch die Wirksamkeit einer engagierten Architekturkritik

Gespräch           Katrin Voermanek | Autorin
                       Alan Posener | Publizist
Moderation       Olaf Bartels | Architekt, Autor


In Kooperation mit dem Deutschen Werkbund Berlin e.V. und dem Bücherbogen am Savignyplatz.

 

Urban Design Lab Handbook

Buchvorstellung und Diskussion

30.10.2019, 17:00 – 20:00 Uhr

TUtheSky
Getreidemarkt 9 - BA-Hochhaus
11. OG 1060
Wien
Österreich

Between 2013 and 2018, the Institute of Urban Design and Landscape Architecture of TU Wien partnered with the Housing and Urban Development Division (HUD) of the Inter-American Development Bank (IDB) to create a scientific foundation for innovative methods that foster participatory urban planning and design. An experimental design approach was applied, combining people- centered planning, participatory planning tools, urban strategies, and urban design. The Urban Design Lab (UDL) worked in over twenty emerging cities in Latin America and the Caribbean (LAC).

The “Urban Design Lab Handbook” displays the result of a five years planning process: not only 21 projects all over the American continent were developed, but also an outstanding planning methodology was elaborated. The handbook explains the context and emerging problems faced by the cities of Latin America and the Caribbean and puts forward various solutions for typical difficulties encountered within those urban conglomerations.

 

Program
17:00 Opening and Introduction Harald Waiglein, Director General for Economic Policy and Financial Markets, Federal Ministry of Finance (BMF).

17:15 Research by Design and Experimental Approaches of the Urban Labs An Introduction to the Urban Design Lab Handbook, Roland Krebs, superwien urbanism ZT OG, Vienna.

17:30 The Urban Labs from the perspective of the academia Markus Tomaselli, Head of Institute of Urban Design and Landscape, Institute for Urban Design and Landscape Architecture, TU Wien.

17:45 The Urban Labs from the perspective of the IDB Esther Rodriguez Fernandez, Inter-American Development Bank (Banco Interamericano de Desarrollo), Washington, DC.

18:00 Keynote: urbanisation by architecture Hubert Klumpner, Chair of Architecture and Urban Design, ETH Zürich and Founding partner of Urban-Think Tank.

18:30–19:00 Urbanists as Activists—How to light the fire for activism? Joint panel discussion with the speakers from the previous session and Kerstin Pluch (Research Unit for Local Planning and Design, TU Wien), Jan Gartner (Director Raumpioniere), Vienna and Isabel Stumfol (Institute for Spatial Planning, TU Wien and board member of LandLuft), moderation Barbara Nothegger (Kurier).

 

After the presentations Wine, Bread and Cheese will be served.

 

ARCH+ Salon: Moravia Manifesto

Buchvorstellung und Diskussion

20.09.2019, 19:00 Uhr

ARCH+
Friedrichstraße 23a
10969 Berlin

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, es wird um Anmeldung unter features@archplus.net bis zum 18. September gebeten.

 

We have the pleasure of inviting you to an ARCH+ Salon on the occasion of the book launch of the German-Colombian co-production Moravia Manifesto – Coding Strategies for Informal Neighborhoods.

In view of the rapidly progressing urbanization worldwide, informal settlements especially in the cities of the global south must be a focus of our attention – the majority of new city inhabitants in future will settle in these unplanned extensions of urban centers. The tools and methods of conventional urban planning have so far been unable to tackle this phenomenon. New approaches are required that combine top-down planning and bottom-up initiatives to create sustainable and viable living environments.

The Moravia Manifesto presents the alternative planning approaches put forward by an international Think&Do tank, which were developed together with local participants from the Moravia informal settlement at the heart of the Colombian metropolis Medellín. This new planning approach is contextualized by essays and international case studies. Urban Coding shows new ways of how planning, politics, economy and administration can initiate and implement innovative and inclusive urban transformation processes in co-production with local communities.

The book launch will take place in the course of the Summer School Prototyping Collaborative Spaces, the 5. edition of summer schools organized by the Urban Lab Medellín | Berlin; an initiative founded in 2016 by Urban Oasis – Maximilian Becker, Cielo Holguín, Albert Kreisel, Dubian Monsalve, Nina Pawlicki and Tobias Schrammek, in cooperation with Habitat Unit at TU Berlin – Prof. Philipp Misselwitz and Moritz Ahlert, and Alfred Herrhausen Gesellschaft, supported by ARCH+ Association for the promotion of architectural and urban discourse.

Representatives from Moravia and their project partners and editors from Berlin will jointly present the publication as a result of the three year long cooperation. Participants of the discussion will include Maximilian Becker, Juliana Gutiérrez, Cielo Holguín, Albert Kreisel, and Philipp Misselwitz.

The Moravia Manifesto has been published with Jovis Editors and was recently awarded as one of as one of Die Schönsten Deutschen Bücher 2019 by the Stiftung Buchkunst.


Weitere Infos: www.archplus.net