Landscript


Reihenherausgeber: Christophe Girot, Albert Kirchengast

Broschur
16 x 22 cm
Englisch


Landscript, ETH Zürich

„Landscript“ ist eine Publikationsreihe zur Ästhetik und Gestaltung der gegenwärtigen Landschaft. Sie bietet ein Forum, um gängige Vorstellungen über die Bedeutung und Rolle von Landschaft zu hinterfragen. Ziel ist eine offene und interdisziplinäre Debatte über die Art und Weise, wie Natur heute wahrgenommen und repräsentiert wird.

Verankert an der Professur für Landschaftsarchitektur Christophe Girot an der ETH Zürich und geleitet von einem hochkarätigen, internationalen Editorial Board mit Mitgliedern aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Visual Studies und Philosophie, will „Landscript“ mittels ausgewählter Texte und Textanthologien eine kritische, theoretische Debatte über Landschaftsästhetik lancieren, wie sie heute noch immer aussteht. Die Reihe reflektiert Vorbedingungen, konzeptionelle Möglichkeiten und Instrumente der Landschaftsarchitektur, um über bloße Bestandsanalysen hinauszugehen und auszuloten, welche Stellung Landschaft in einer Gesellschaft einnehmen könnte, in der Ökologie, Energie und digitale Medien eine entscheidende Rolle spielen.

Editorial Board
Annemarie Bucher, ZHdK Zürich
Elena Cogato Lanza, EPF Lausanne
Stanislaus Fung, UNSW Sydney
Dorothée Imbert, Washington University in St. Louis
Hansjörg Küster, Leibniz Universität Hannover
Sébastien Marot, Ecole d’Architecture Marne-la-Vallee, Paris
Volker Pantenburg, Bauhaus-Universität Weimar
Alessandra Ponte, Université de Montréal
Christian Schmid, ETH Zürich
Ralph Ubl, eikones NFS Bildkritik Basel
Charles Waldheim, Harvard GSD
Kongjian Yu, Peking University

Landscript 1: Landscape Vision Motion widmet sich dem grundlegenden Wandel des Visuellen, der sich im Zeitalter der „digitalen Revolution“ vollzieht. Experten aus verschiedenen Disziplinen thematisieren den Einfluss von Film und Video auf die gegenwärtige Theorie der Landschaft. Was lässt sich in einem interdisziplinären, theoretischen Austausch über den Landschaftsraum in Bewegung sagen? Lässt sich von einer neuen visuellen Kultur in der Landschaftsarchitektur sprechen?


Ist das Buch also eine Fragestellung? Ist es eine Antwort? Sind es Teile einer oder mehrerer Antworten, die hier zu lesen sind? Oder bietet das Buch alles in einem? Welches Bild steht am Ende, wenn da überhaupt eines steht? Welche Dinge müssen zusammengeführt werden, um ein neues Landschaftsbild zu schaffen? Das Fehlenvon (einer) Perspektive ist also Programm in LANDSCAPE VISION MOTION. Dies macht das Weiterdenken und dem sich daraus womöglich ergebenden neuen Umgang mit Landschaft umso spannender, das Buch sehr lesenswert und neugierig auf die nächste Ausgabe von Landscript. Andrea Respondek für urbanophil.net

Landscript Filmic Mapping untersucht Landschaften im Film. Dokumentarfilme und Filmessays aus den letzten zehn Jahren sollen Aufschluss darüber geben, wie Landschaft ins bewegte Bild gesetzt wird und das Medium sie erst definiert. Durch die Methode phänomenologischer Filmanalysen soll dargestellt werden, wie Gesellschaft und Landschaft im Film miteinander in Beziehung treten können: ein Plädoyer für Komplexität und Offenheit im Verständnis und in der visuellen Repräsentation von Landschaft.

Worüber sprechen wir heute, wenn wir das Wort „Landschaft“ verwenden? Was haben Schlagworte wie „ökologische Dienstleistung“, „Energie- und Infrastrukturlandschaft“, „Zwischenstadt“ oder „Neue Brache“ mit dem alltäglichen Lebensraum der Menschen zu tun? Landschaft sieht – und deutet – jeder anders, und nirgendwo drücken sich die Unklarheiten deutlicher aus als in der tiefen Kluft zwischen akademischem Diskurs und alltäglichem Verständnis. Dieses Buch soll die Aufmerksamkeit auf die räumlichen, physischen, aber auch poetischen und philosophischen Werte lenken, die in der langen Tradition der Gestaltung von und mit Natur eingebettet sind. Es soll eine „Landschaftstopologie“ entwickelt werden, die wieder auf ein „Ganzes“ abzielt, also die Gestaltung eines „sinnlichen“, wirtschaftlich und ökologisch tragbaren Lebensraums. Gestaltung meint dann aber, Form und Erleben – ästhetische Qualitäten – der einfachen Funktionalisierung überzuordnen, um an die Stärke und Schönheit alter Kulturlandschaften für die Gegenwart anzuknüpfen.

Mit Beiträgen von: Annemarie Bucher, Gion A. Caminada, Stefan Körner, Wilhelm Krull, Norbert Kühn, Hansjörg Küster, Vittorio Magnago Lampugnani, Lothar Schäfer, Joseph Schwartz, Martin Seelis, Michael Seiler, Antje Stokman, Wulf Tessin.


Als E-Book auch in Deutsch erhältlich: Landscript 3: Topologie | ISBN 978-3-86859-909-1

Natur ist nicht einfach nur „grün“ oder das „Andere der Kultur“. Sie ist ein geistiges Konzept. Das Mensch-Natur-Verhältnis erhält konkrete Form, indem es sich architektonisch artikuliert. Wie stellt sich ein modernes Naturverhältnis bei Protagonisten des sogenannten International Style und der „Nachkriegsmoderne“ in Untersuchungen renommierter Forscher dar? Wird Natur in der gebauten Umwelt überhaupt erst sichtbar und welche Impulse fließen zurück auf das zugrunde liegende Naturverständnis? Der vierte Band der Reihe Landscript lenkt einen neuen Blick auf vermeintlich bekannte architektonische Projekte, über deren Naturbezug wenig oder nur in Disziplinen wie der Gartengeschichte nachgedacht wurde. Erlaubt ein kulturwissenschaftlich getragener Zugang vom Standpunkt der Architektur aus schließlich eine neue Epochenbeschreibung des „modernen Grünraums“? Übt dieser noch Einfluss auf das gegenwärtige Bauen aus?

Landscript 5 untersucht die Theorie und Gestaltung der Landschaftsarchitektur vom Standpunkt einer Material Culture. Die Beiträge des Buches verstehen Landschaften als zeitweilige Ansammlungen lokal vorhandener sowie herbeigeschaffter Stoffe. Sie werden zwar durch die Arbeitskraft und gestalterische Intelligenz des Menschen errichtet und erhalten, zugleich aber durch ständig sich wandelnde kulturelle Gegebenheiten und bedingt kontrollierbare Naturkräfte beeinflusst. Bauplätze etwa mögen begrenzte Areale sein, ihre „materialen Beziehungen“ – vom Transport der Rohstoffe und Konstruktionsgüter bis hin zu globalen Wasserkreisläufen – kennen jedoch keine Grenzen. Landschaften werden so zu einem eindrücklichen Modell der Beziehung Mensch-Natur. Zugleich sind sie selbst Mensch-Natur-Beziehungen, da sie die Gestaltung der Welt repräsentieren und ermöglichen. Die Publikation beschäftigt sich mit der ästhetischen Bedeutung und den entwerferischen Möglichkeiten einer Material Culture für die Landschaftsarchitektur.