Edition Bauhaus

Broschur
16,5 x 24 cm
Deutsch oder Deutsch/Englisch

Die Stiftung Bauhaus Dessau ist ein Ort der experimentellen Gestaltung, Forschung und Lehre. Der Schlüssel zu all ihren Arbeitsfeldern ist der Diskurs der Moderne. Er bildet die Brücke zwischen historischem und gegenwärtigem Bauhaus.
Die Edition Bauhaus ist Spiegel und Stimme der Stiftung zugleich. Sie stellt die komplexen und vielschichtigen Forschungs- und Arbeitsergebnisse vor und reflektiert auf diese Weise die Tätigkeitsfelder der Stiftung. So finden das internationale Bauhaus Kolleg und die IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 genauso ihren Platz in der Reihe wie die Denkmalpflege, die Sammlung und die Bühne.
Der Vielfältigkeit der Arbeitsgebiete entsprechend sind die Themen der Edition Bauhaus breitgefächert. Ihre Schwerpunkte sind Architektur, Gestaltung, Design, das historische Bauhaus, Fragen des Städtischen, künstlerische Projekte sowie relevante theoretische Diskurse – dies stets unter dem Aspekt der Reflexion der Moderne.

Das bauhaus ist fraglos wegweisend für die Stilbildung der modernen Architektur. Auch mehr als 80 Jahre nach seiner Gründung sind die Leistungen des bauhauses in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts unbestritten. Doch was bedeutet das bauhaus für die Geschichte des Designs? Weltweit assoziiert man heute mit „Bauhausstil“ Produkte von klassisch-schlichter, funktionaler Eleganz, die häufig einen gehobenen Lifestyle symbolisieren. Gibt es also einen einheitlichen, klar zu definierenden „Bauhausstil“? Die Künstler selbst verneinten dies rigoros: Ihr Anliegen war keine bloße Objektästhetik, sondern die immer auch politische „Organisation von Lebensvorgängen“. Verdrängt die heutige Hinwendung zum exklusiven Lifestyle nun die Grundidee, mit der Produktgestaltung auch die Gesellschaft zu gestalten? Oder kommt der „Bauhausstil“ so überhaupt erst im Alltag an? In der Debatte geht es um die gestalterische Bewältigung kultureller Modernität: Inwieweit leistet der vom Bauhaus propagierte Lebensstil einen Beitrag zur Regulierung sozialer Konflikte in der modernen Gesellschaft? Bauhausstil – Zwischen International Style und Lifestyle begibt sich auf Spurensuche, präsentiert alle für die Ausbildung des Bauhausstils bedeutenden Ereignisse und exemplarischen Objekte und geht seiner Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart nach. Das abbildungsreiche Buch vereint Autoren wie Gerda Breuer, Andreas Haus, Werner Oechslin, Walter Prigge und Karin Wilhelm und begleitet die gleichnamige Ausstellung.

Weltkulturerbe des 20. Jahrhunderts: Modernität und Barbarei


Das Bauhaus steht seit 1997 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Diese Liste enthält für das 20. Jahrhundert drei weitere wichtige Ereignisorte, die den Spannungsbogen von Modernität und Barbarei symbolisieren: die Stadt Brasilia, das Konzentrationslager Auschwitz und den Gedächtnis-Dom von Hiroshima. Die mentale Herausforderung dieser Auswahl ist der Anlass, die vier Ereignisorte als Zusammenhang zu diskutieren. Dabei sind „Politik der Erinnerung“, „Urbanisierung“ und „totaler Entwurf“ die durchgängigen Themen. Es zeigt sich, dass Modernität und Barbarei nebeneinander stehen und nicht mehr durch ein aufklärerisches „Oder“ voneinander geschieden werden können.

Mit Beiträgen von Christoph Asendorf, Dieter Hoffmann-Axthelm, Bazon Brock, Rem Koolhaas, Wolfgang Sofsky u .a.

EDITION BAUHAUS, Band 13: Serve CityInteraktiver Urbanismus

978-3-936314-91-5
24.80
Vergriffen

„Serve City“ steht für die moderne, interaktive Dienstleistungsstadt. Unter dem Einfluss der neuen Technologien löst sich die räumliche und zeitliche Ordnung der Stadt zunehmend auf, Arbeits- und Lebensbedingungen verändern sich grundlegend. Was folgt aus dieser Dynamik für den Einzelnen und für die Stadt? Am Beispiel der Lebensführung einer neuen Dienstleistungselite werden mögliche architektonische und städtebauliche Konsequenzen dargestellt und diskutiert. In einer experimentellen Studie wird eine städtebauliche Strategie für ein neues Service-Areal in Sydney entwickelt. Dabei werden Informations- und Kommunikationstechnologien zum maßgeblichen Planungsfaktor.

Noch erhältlich bei: amazon.com


Seit langem schon nutzen wir Handys, Bankautomaten oder Internet als etwas Gewöhnliches in unserem urbanen Alltag. Grundsätzlich anders scheint das Leben dadurch nicht geworden zu sein. Oder haben wir uns unmerklich an die Existenz des Unsichtbaren gewöhnt? Wie lassen sich neue digitale Möglichkeiten für den Gestalter kreativ nutzen? Das IV. Internationale Bauhaus Kolleg „Dot.City“ hat Strategien für den Einsatz digitaler Medien aufgezeigt, die das Unvorhersehbare und Unplanbare in die Stadt integrieren. Das Buch zeigt die Medialisierung des urbanen Lebens als ein globales Phänomen und beschreibt die Konsequenzen, die sich daraus für die Gestaltung des Lebensraums Stadt ergeben.

Soll man das Direktorenhaus Gropius in Dessau, ein Meisterexemplar aus dem Baukasten der Moderne, rekonstruieren und damit einen aus kulturhistorischer Sicht konservativen Ansatz verfolgen? Soll auf diese Weise versucht werden, Bauhaustraditionen weiterzuführen oder soll darüber diskutiert werden, welche modernen Aufgaben und Leistungen denen der Vergangenheit adäquat sind? Was für eine Rolle spielt die Idee der Moderne in der Architektur heute? Wie stehen wir zur Rekonstruktion? Was kann man von alternativen Ansätzen wie Manipulation, Collage, Neutralisation, Redefinition, Reinterpretation und Neubau erwarten? Diesen und anderen Fragen geht das Buch UmBauhaus – Aktualisierung der Moderne nach und möchte damit die Debatte um den Umgang mit dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten Direktorenhaus vorstellen und weitertragen.

IBA Stadtumbau 2010


Alle reden von Schrumpfung. Viele reden von neuen Chancen.

In ihrem ersten Buch diskutiert die Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 die Gestalt der Stadt von morgen, die internationale Dimension von Schrumpfung und Stadtumbau und die Herausforderungen an die Planungskultur. Der Band entfaltet das Panorama der IBA-Städte in Sachsen-Anhalt und beschreibt die Arbeitsweise einer IBA, die erstmals die Stadt als Ganzes zum Thema macht.

Das zivile Engagement hat Tradition in Deutschland, sei es im Westen, wo Bürgerinitiativen vor allem in den 70er und 80er Jahren fast zum alltäglichen Straßenbild gehörten, oder im Ostdeutschland der Wendezeit, als „Runde Tische“ die kulturelle und politische Landschaft prägten. Gründeten diese Mitwirkungsmodelle seinerzeit auf privaten Aktivitäten, so kommt der Impuls zur Beteiligung in der Sozialpolitik wie auch in der Stadtplanung nun von staatlicher Seite. Auch die IBA Stadtumbau 2010 lebt angesichts leerer öffentlicher Kassen und wachsender sozialer Probleme vom Gemeinsinn und von der aktiven Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger – gefordert ist ein liberaler und offener Diskurs über die Qualität städtischen Lebens. Band 2 der IBA-Reihe reflektiert diesen Wandel: Wie hat sich bürgerschaftliches Engagement in den politischen Diskussionen, den Planungen und der städtischen Alltagskultur in den letzten Jahren gewandelt? Vorgestellt werden neue Strategien der Kooperation, mit denen Kommunen, Entwerfer und Verwaltung den großen Herausforderungen begegnen, die der Schrumpfungsprozess der Städte an uns alle stellt.

EDITION BAUHAUS, Band 19: Transiträume

978-3-936314-80-9
34.80
Vergriffen

Frankfurt/Oder / Warschau / Brest / Minsk / Smolensk / Moskau


Das Bauhaus Kolleg Transiträume hat sich mit ausgewählten Orten entlang des Korridors zwischen Berlin und Moskau beschäftigt und diese als Fallbeispiele städtischer Transformationsprozesse nach dem Fall des Eisernen Vorhangs untersucht. Korridore sind Modelle selektiver Integration in das Neue Europa. Die Entscheidung, wer mit wem im europäischen Raum verbunden wird, ist auch eine Entscheidung darüber, wie in Zukunft gearbeitet, gelebt und gereist wird. Der vorliegende Band versammelt Aufsätze, Reflexionen und kartografische Untersuchungen, die sich mit der Herstellung von Stadt unter den Bedingungen der Gleichzeitigkeit von Postsozialismus und globalem Kapitalismus auseinander setzen.

Die Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 ruft Aufmerksamkeit und Reaktionen hervor – bei den Bürgerinnen und Bürgern, der Kommunal- und Landespolitik, aber auch in der Fachwelt. Ein neuer planerischer Umgang mit der Stadt, ihren Potentialen und Optionen entwickelt sich unter den Bedingungen von Schrumpfung und demografischem Wandel. Das Bild der Stadt verändert sich. Das vorliegende Buch reflektiert die strategischen Ansätze der IBA Stadtumbau 2010 und beleuchtet Themen, Konzepte und Akteure. Außerdem kommen Stimmen aus Kommunal- und Landespolitik zu Wort, die den Stand der Diskussion in den beteiligten Städten dokumentieren.

IBA Stadtumbau 2010


Wachsende weltweite ökonomische Integration sowie der zunehmende Wettbewerb stellen viele Städte und Regionen vor neue Herausforderungen. Mehr und mehr Städte entwickeln ein unverwechselbares Profil und konzentrieren sich auf ihre spezifischen wirtschaftlichen Kompetenzen. Solche Strategien erscheinen besonders für Städte, die mit Bevölkerungsrückgang, wirtschaftlicher Stagnation und sozialer Desintegration konfrontiert sind, als vielversprechend. Wie können Städte ihre besonderen lokalen Potentiale identifizieren? Welche Maßnahmen sind geeignet, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Städte zu fördern? Mit der IBA Stadtumbau 2010 hat das Land Sachsen-Anhalt ein innovatives Instrument geschaffen, um im Rahmen des Stadtumbaus nicht zuletzt solche Profilierungsprozesse der Städte zu forcieren oder anzustoßen. Band 4 der IBA-Reihe enthält Beiträge zu gegenwärtigen regionalen Spezialisierungstendenzen und geht u.a. der Frage nach, welche Politikansätze in unterschiedlichen Ländern, Regionen und Städten verfolgt werden. Anhand ausgewählter kleinerer und mittelgroßer deutscher sowie ausländischer Städte wie etwa Magdeburg, Newcastle, Lutherstadt Wittenberg oder Santiago de Compostela wird gezeigt, wie diese an einem individuellen Profil arbeiten.

Das Bauhausgebäude in Dessau hat – weit über die Architektur hinaus – maßgebliche Bedeutung für die Entwicklung der Moderne des 20. Jahrhunderts. Anlässlich des 80. Geburtstags des gerade sanierten Gebäudes diskutiert dieser Band in drei Kapiteln – „Architektur“, „Bild“ und „Denkmal“ – seine ungeschmälert faszinierende Wirkung. Anhand neuer Forschungsergebnisse aus Geschichte und Theorie der Architektur werden zum Beispiel die japanischen Einflüsse auf Formen und Motive des Baus vorgestellt und die Kontinuitäten und Transformationen moderner Architekturprinzipien in der Gegenwart erörtert. Die Frage, warum das vorwiegend schwarzweiße Bild des Bauhausgebäudes zu einer der wichtigsten Ikonen der Moderne geworden ist, obwohl seine Architektur und Raumkonzeption zweidimensional eigentlich nicht abgebildet werden können, wird ebenso diskutiert wie Ziele und Methoden der neuerlichen Sanierung, die das Gebäude wieder in die Nähe des bunten Originalbildes von 1926 gebracht haben. Ein schwarzweißes Daumenkino, das den Weg in das Bauhausgebäude hinein vorführt, rundet diesen Band ab.

Noch erhältlich bei: amazon.com


Das Bauhausgebäude in Dessau, 1926 von Walter Gropius geplant, gilt heute als „gebautes Manifest der Bauhaus-Ideen“ und zählt zu den bedeutendsten Bauten der Moderne. Zusammen mit den Meisterhäusern in Dessau sowie den Bauten in Weimar wurde es 1996 in die Liste des Weltkulturerbes bei der UNESCO aufgenommen. Das Bauhaus wurde zwischen 1996 und 2006 vollständig saniert. Ziel dabei war es, den Ansprüchen der heutigen Nutzung gerecht zu werden, aber vor allem den historischen und künstlerischen Wert des Gebäudes zu bewahren und wieder sichtbar zu machen. Intentionen, Methoden und Ergebnisse werden in diesem Buch ausführlich dokumentiert. Auch die auffällige farbliche Gestaltung von Oberflächen, die entgegen der landläufigen Vorstellung von der „weißen Moderne“ gerade bei den Dessauer Bauten eine große Rolle spielte, war ein wichtiges Ergebnis der Sanierungsarbeiten.

IBA Stadtumbau 2010


Überall auf der Welt sind Länder mit den Phänomenen sinkender Bevölkerungszahlen, zunehmender Abwanderung und dadurch schrumpfender Städte konfrontiert. Am Beispiel Sachsen-Anhalts untersucht die IBA Stadtumbau 2010 Möglichkeiten und Strategien, diesen drängenden Problemen zu begegnen. Der fünfte Band der IBA-Reihe im Rahmen der Edition Bauhaus stellt die für den Stadtumbau aktuellen Planungsinstrumente aus den Bereichen Politik, Raum- und Regionalplanung, Gesetzgebung und Public-Private-Partnership vor, wobei deutlich wird, wie die IBA Stadtumbau 2010 neue Wege beschreitet. Darüber hinaus schreibt der Band die Berichte aus den 18 IBA-Städten fort und gibt auf anschauliche Art und Weise wesentliche Einblicke in die Erfahrungen vor Ort im Verlauf des Umbauprozesses. Denn langfristig werden die gegenwärtigen Methoden und Strukturen der Stadtplanung kaum noch den Anforderungen schrumpfender Städte entsprechen.

EDITION BAUHAUS, Band 25: Transnationale Räume

978-3-936314-85-4
24.80
Vergriffen

In einer Ära ökonomischer Globalisierung, multimedialer Kommunikation und grenzüberschreitender Migration bestehen Städte zunehmend aus parallelen Welten. Verschiedene Kulturen und Praktiken des Urbanen treffen unmittelbar aufeinander. Callcenter, informelle Märkte, ortsübergreifende Communities, neue Diasporas und transitorische Lebensstile repräsentieren transnationale Räume in urbanen Zentren, deren kulturelle, ökonomische und soziale Aktivitäten nicht mehr auf das Lokale beschränkt sind. Wie reagieren Planung und Architektur, wenn ihr zentraler Bezugspunkt seine Eindeutigkeit und damit Identität verliert? Anhand von Beispielen untersuchte das Bauhaus Kolleg VI 2004/2005 diese einzigartigen räumlichen Gestalten, die aus den Spannungen und Konflikten in der „transnational city“ entstehen, auch um Strategien für die Probleme der urbanen Entwicklung zu erarbeiten und damit Beiträge zum internationalen urbanistischen Diskurs zu leisten.

IBA Stadtumbau 2010


Welche Rolle spielt das historische Erbe für die Zukunft einer Stadt? Gerade im Hinblick auf demografischen Wandel, wirtschaftliche Transformation und Bevölkerungsrückgang stellt sich diese Frage. Wichtig dabei sind – auch jenseits gängiger denkmalpflegerischer Parameter – innovative Strategien. Damit stehen neue Ansätze im Denkmaldiskurs zur Diskussion. Die Neubewertung im Bestand und die darauffolgende Auseinandersetzung wird anhand ausgewählter deutscher und ausländischer Städte wie etwa Quedlinburg, Halle-Neustadt, Le Havre, Ljubljana und Novi Beograd gezeigt. Dabei haben alle Phasen der Geschichte Bedeutung und ein Recht auf Akzeptanz. Die IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 beabsichtigt, in einigen beteiligten Städten zeitgemäße Denkmalpflege gezielt als Instrument des Stadt umbaus einzusetzen. Band VI der IBA- Reihe enthält Beiträge zu aktuellen Ansätzen und Strategien von Denkmalpflege im Kontext von demografischem Wandel und Stadtentwicklung.

EDITION BAUHAUS, Band 21: Bauhaus.Bühne.DessauSzenenwechsel

978-3-936314-81-6
29.80
Vergriffen

Die Bauhausbühne war, vor allem unter der Leitung von Oskar Schlemmer, in den 1920er Jahren ein legendäres Projekt der Theatermoderne, ein Ort für revolutionäre Experimente mit Körper und Raum. Seit den 1970er Jahren mit Tanz-, Theater- und Performanceprojekten schrittweise wiederbelebt, reflektiert das heutige Bühnenstudio der Stiftung Bauhaus Dessau nicht nur Konzepte der historischen Bauhausbühne, sondern aktualisiert sie im Kontext einer angewandten Urbanistik. Es ist ein Laboratorium für performative Experimente entstanden, in dem Künstler und Tänzer gemeinsam mit Architekten, Designern und Urbanisten ihre Projekte entwickeln. Das Buch stellt ausgewählte Aufführungen auf der Bauhausbühne seit 1976 vor und bietet Einblicke in den „Szenenwechsel“ vom historischen Projekt zu den Herausforderungen der Gegenwart. Eine integrierte DVD präsentiert rares Filmmaterial ausgewählter Projekte.