a:p Architektur:Positionen

Broschur
17 x 20 cm
Deutsch/Englisch oder Englisch

Wo steht eine neue Generation von Architekten heute? Gibt es in der Architektur neue Betätigungs- und Forschungsfelder? Diesen und anderen Fragen stellt sich die Reihe architektur : positionen. Sie thematisiert das Miteinander von Architektur und Kunst und stellt dazu spannende Positionen der Gegenwart vor: Sie präsentiert Gebautes, Geplantes und Gedachtes, Farben und Materialien, unkonventionelle Theorien und innovative, überraschende Denkansätze aus der internationalen Architekturszene.

Im Mittelpunkt der Reihe stehen ausgewählte Architekten und Künstler, die den (Stadt-)Raum unterschiedlich erschließen und für innovative erfolgreiche Ansätze in der internationalen Architekturszene bekannt sind. Zwischen Material und Information, zwischen gesellschaftlichen Bedürfnissen und fortschrittlicher Technologie entstehen so nachhaltige architektonische Strategien für Kurz- oder Langzeitprojekte.

Ein Bürogebäude, dessen Fassade sich nachts in ein sanft pulsierendes Farbspiel verwandelt; eine Wohnung, die uns spüren lässt, wenn der Liebste am anderen Ende der Welt nach Hause kommt; ein Haus, das uns nicht von der Außenwelt abschirmt, sondern uns mit den Geräuschen von „draußen“ einen eigenen Soundtrack im Innenraum zusammenstellen lässt. Inwiefern können durch die Integration neuer Technologien Räume entstehen, die uns bewegen und in denen wir uns im besten Fall ein Stück weit mehr „zu Hause“ fühlen? Kann so Architektur eine angemessene Antwort auf die veränderten Bedürfnisse einer mobilen, global vernetzten Gesellschaft geben? Was meint „Zuhause“ im 21. Jahrhundert? Was verbirgt sich hinter „interaktiven“ oder „intelligenten“ Architekturen? Sensing Space präsentiert Projekte, Experimente und Perspektiven auf Architekturen und Räume der Zukunft, u. a. von Dunne & Raby, G TECTS, Ruairi Glynn, J. Mayer H., Usman Haque, Toyo Ito, Cedric Price, realities:united und Adam Somlai-Fischer.


Sensing Space ist ein schnell zu lesendes, anregend gestaltetes Buch, dem anzumerken ist, dass es „aus Neugier entstanden ist“ (Daylight & Architecture 13–2010)

Arakawa und Madeline Gins treten an, Architektur völlig neu zu überdenken und dadurch der Menschheit zur Unsterblichkeit zu verhelfen. Ganz wörtlich wollen sie das menschliche Schicksal umkehren, indem die Architektur sich auf ihre Basis besinnt – die ursprüngliche Symbiose von Mensch und Biosphäre. Entstanden ist dabei kein ökologisches Manifest, sondern der Entwurf für ein vollkommen anderes Verständnis von Körper, Bewusstsein, Wahrnehmung und Umwelt. Todernst und spielerisch zugleich geht es um den „architektonischen Körper“, der immer schon unauflöslich verflochten ist mit Bauen und Umbaut-Werden. Kann man sich diese Verflochtenheit so zunutze machen, dass der Mensch unsterblich wird? Madeline Gins und Arakawa sagen Ja – seit 1990 setzen sie mit ihren Bauprojekten in den USA und Japan ihren Entwurf von der Zukunft der Menschheit um.

www.reversibledestiny.org

 

 

a:p Farbräume

978-3-939633-53-2
22.00

Breit oder lang sehen, innen anders als außen, im Stehen besser als im Liegen? Wie bewusst erleben wir Farbe, Licht und Raum? Wie beeinflussen Farben unsere Wahrnehmung, verändern die Wirkung der gebauten Realität und verschieben so die Verhältnisse der Räume und unser Befinden? Friederike Tebbe befasst sich mit den Erscheinungen von Farbe, ihrer Wahrnehmung und Deutung. Sie identifiziert Farbsehen als Primärerfahrung und stellt es auf sinnlich sensible Weise in ihren künstlerischen Projekten auf die Probe. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse integriert sie in ihre angewandten Arbeiten innerhalb konkreter Architektur. Durch eine Auswahl aus beiden Bereichen ihres Schaffens ist der vorliegende Band eine farbige Werkschau voll überraschender Wandlungen und lebhafter Eindrücke.


Der kleine handliche Band liest sich wie eine spannende, farbige Werkschau der Autorin und macht Lust auf mehr Farbe. (IndustrieBAU 2-2011)

Disembodiment (Entkörperlichung) beschreibt einen Prozess unseres Körpers im Kontext städtischer Bedingungen, der ihn aller materiellen Existenz entkleidet und damit unsere physischen Bedingungen verändert: Durch die Intensivierung von a priori unspürbaren Bedingungen wird er bis zu einem Punkt hin transformiert, an dem wir die Trennung zwischen Körper und Denken deutlicher spüren. Unterschiedliche urbane Welten und Lebensräume bringen verschiedenste Prozesse der Entkörperlichung hervor und rufen ein Fremdwerden mit dem eigenen Körper, seiner Wahrnehmung und unserem Verhalten hervor. Ziel der Arbeit des Architekten José Salinas ist nicht nur, die intime Freundschaft zwischen dem Körper und dem urbanen Raum zu erforschen, sondern auch zu zeigen, dass die Körperhülle wie eine Umgebung wirkt, eine topologische Konfiguration, die uns – in Abhängigkeit von der Komplexität der Umwelt – Raum und Energie schenkt.

www.knobsdesign.com

Aus Fassaden der Zukunft werden dreidimensionale Bildschirme, denn neue Entwicklungen in der Displaytechnologie, sogenannte Voxel, ermöglichen revolutionäre architektonische Ausdrucksformen. Wurde die Form des Raumes bislang durch die verwendeten Baumaterialien vorgegeben, so werden diese Grenzen durch die Einbindung von Voxel-Displays nun aufgehoben. Ein nicht-haptisches Material, Lichtpunkte, definiert die Räume der Zukunft. Architektur wird veränderbar: dynamische Reliefs, mehrschichtige Oberflächen, steuerbare Dimmung der Lichtpunkte, positionsbezogene Wahrnehmung, Einfluss auf Bewegung und Geschwindigkeit von Oberflächen und den Entwurfssprozess prägen das neue Gestaltungsbild. Dieses Buch stellt anhand spektakulärer Beispiele die neuesten Entwicklungen der 3D-Displaytechnologie vor und zeigt, welche Bedeutung sie für unseren Begriff von Raum und Architektur haben wird.

 

 

Großwohnsiedlungen wie die japanischen „Danchi“ erlebten insbesondere in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg international einen ungeheuren Boom als moderner, bezahlbarer Wohnraum für die rapide wachsende Bevölkerung – die Banlieues von Paris zeugen davon genauso wie das Berliner Märkische Viertel, die Plattenbauten in den sozialistischen Ländern und die Danchi, die vor allem in den 50er bis 70er Jahren entstanden. Längst aber ist diese Art des öffentlichen Wohnungsbaus in Verruf geraten. Viele Gebäude sind von Leerstand, Verfall und Abriss bedroht – zu Unrecht, befindet das japanisch-französische Architektenteam MIKAN.
Um den Verfall und Leerstand dieser Siedlungen zu stoppen, vor allem aber, um ihre Qualitäten neu zu entdecken, schlagen sie einen schier unerschöpflichen Fundus an Ideen zur Um-, Neu- und Wiedernutzung dieser Massenquartiere vor. Save the Danchi zeigt, wie überraschend einfach und generalisierbar sich diese unkomplizierte Architektur an heutige Nutzungsbedürfnisse und ökologische Anforderungen anpassen ließe.


... so unausgegoren die Vorschläge im Einzelnen sind: Das schön gestaltete Buch der Architektengruppe lädt in jedem Fall zum Schmökern ein und inspiriert dazu, das Potenzial von Großsiedlungen zu überdenken. (Claudia Hildner für Metamorphose)