Fagus

Industriekultur zwischen Werkbund und Bauhaus

Annemarie Jaeggi

Hardcover
22 x 28 cm
152 Seiten, 150 z.T. farb. Abb.
Deutsch
ISBN 978-3-931321-83-3
1998 / 04.2021
38.00

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Fagus ist die Geschichte eines Gesamtkunstwerkes und ein frühes Beispiel für corporate identity: Das von Walter Gropius und Adolf Meyer ab 1911 errichtete Fagus-Werk in Alfeld an der Leine gilt als Ursprungsbau der Moderne. Den Architekten gelang es, einem mittelständischen Betrieb ein völlig ungewohntes, vom Traditionellen abweichendes Erscheinungsbild zu geben. Das war möglich, weil Bauherr und Architekt eine selten günstige Konstellation bildeten. In der Person des Fabrikanten verband sich lebensreformerischer Anspruch mit amerikanischer Unternehmensphilosophie. Das Fabrikgebäude ist mit seiner repräsentativen Sachlichkeit und dem großflächigen Gebrauch von Glas auch Ausdruck eines neuen unternehmerischen Selbstbewusstseins und einer modernen Werbestrategie. An der Gestaltung ihrer Maschinen und Firmendrucksachen wirkte die Avantgarde mit. Die Liste der Mitarbeiter liest sich wie ein Who’s Who der internationalen Moderne: so gestalteten Johannes Molzahn, Theo von Doesburg und Herbert Bayer Fagus-Reklame. Der Fotograf Albert Renger-Patzsch formt mit seiner Fotoserie von 1928 das heute klassisch zu nennende Bild des Fagus-Werks und seiner Produkte.

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