Die Reichstag - Graffiti

Die Reichstag - Graffiti

David Jenkins (Hg.)

Mit einer Einführung von Lord Norman Foster

Hardcover im Schmuckschuber
22,9 cm x 28 cm
128 Seiten, ca. 81 farb. und 56 s/w Abb.
Deutsch/Englisch
ISBN 978-3-931321-05-5
01.2003

12.00
Vergriffen

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Die Steine des Reichstags erzählen Geschichten. Auf ihnen sind Spuren jener Graffiti zu finden, die 1945 von siegreichen russischen Soldaten geschrieben wurden. 30 Jahre lang waren sie verborgen und erst 1995, als die Umbauarbeiten am Reichstagsgebäude begannen, wurden sie von Norman Foster und seinen Mitarbeitern wiederentdeckt. Sie wurden freigelegt und als ein wesentlicher Teil von Fosters Konzept eines „lebendigen Museums“ deutscher Geschichte konserviert. Deborah Lipstadt beleuchtet ausführlich das Für und Wider in der Diskussion um die Bewahrung der Graffiti. Ist ihr Erhalt ein zu offensiver Umgang mit der Geschichte oder ist die Entscheidung für ihre Konservierung doch ein mutiger Entschluss, die schwierige Vergangenheit nicht zu vergessen? Was bedeuten die kyrillischen Inschriften den Deutschen heute und was sagt die Entscheidung für ihre Erhaltung über das heutige Deutschland aus? Frederick Baker nennt sie ein Denkmal für das Individuum und beschreibt in seinem Beitrag den Kampf um Berlin 1945 – gesehen durch die Augen von siegreichen Rotarmisten, als diese endlich ihr Ziel erreichten, so wie jener Soldat, der als erster die rote Fahne auf dem Reichstag hisste. Gerade in Zeiten, in denen der Fortbestand der Graffiti wieder gefährdet scheint, bietet dieser großzügig illustrierte Band eine wichtige Quelle und macht die kyrillischen Inschriften erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich.

Beiträge von Lord Norman Foster, Frederick Baker und Deborah Lipstadt. Fotos von Reinhard Görner

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