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Inszenierte Moderne
Zur Architektur von Fritz Bornemann
Herausgeber: Susanne Schindler
Mit Beiträgen von Nikolaus Bernau, Eva von Engelberg-Dockal, Markus Kilian, Rainer Höynck, Stefanie Endlich, Paul Sigel, Dietger Pforte, Peter Conradi, Annette Kiesling, Peter Stauder, u.a. 176 Seiten mit 227 s/w Abbildungen Broschur Format: 16,5 cm x 23 cm vergriffen ISBN 978-3-936314-03-8
Erscheinungstermin: Januar 2003
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Fritz Bornemann, 1912 in Berlin geboren, prägt die Stadt vor
allem mit seinen Kulturbauten. Von der Amerika-
Gedenkbibliothek (1955) über die Deutsche Oper (1955-61)
und die Freie Volksbühne Berlin (1961-63) bis zu den Museen
Dahlem (1966-70) sind seine Werke heute
selbstverständlicher Teil des Stadtbildes. Doch auch
andernorts realisierte Bauten, etwa die Universitäts- und
Landesbibliothek in Bonn (1955-60), sowie seine
Wettbewerbsbeiträge – so für das Theater Gelsenkirchen
(1953) – zeigen seine prägende Rolle in den 50er und 60er
Jahren. Weniger bekannt sind dagegen seine dramatischen,
mit Licht und Klang arbeitenden Inszenierungen. Von
Ausstellungen für die US-amerikanische Besatzungsmacht wie
„Atom“ (1953) oder „Farmer Smith“ (1957) bis zum
Kugelauditorium des bundesdeutschen
Pavillons auf der Weltausstellung in Osaka (1970) arbeitete
Bornemann multimedial wegweisend. Diese Verbindung von
Architektur und Inszenierung ermöglicht einen neuen Zugang
zu den oft abfällig als „Kisten“ bezeichneten Bauten. Tristesse
oder doch Raffinesse?
Wie man sie auch werten mag: Sie sind im städtebaulichen
Kontext nicht mehr wegzudenken. Umso bedauerlicher, dass
der Architekt dieser Bauten kaum noch einer breiteren
Öffentlichkeit bekannt ist. Die Auseinandersetzung mit
Bornemanns Werk ist die längst überfällige
Auseinandersetzung mit einem wichtigen Kapitel der
deutschen Nachkriegsarchitektur.
Mit einem umfassenden, bebilderten Werkverzeichnis.
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